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Wo Ich Wohne - Die Schriftstellerin Ilse Aichinger

Wo Ich Wohne - Die Schriftstellerin Ilse Aichinger


Antragsteller: kurt mayer film
Genehmigungsjahr: 2013
Fördersumme: € 50.000
Regie: Christine Nagel
Genre: Komödie
Drehbuch: Christine Nagel
Darsteller: Salome Rott
Drehorte: Wien, Marbach, D

Der Film WO ICH WOHNE erzählt von Marie, einer Frau, deren Wohnung vom 4.Stock in den Keller sinkt. Jedes Mal, wenn sie nach Hause kommt, befindet sich ihre Wohnung unverändert ein Stockwerk tiefer. Ihr Mann und Sohn scheinen nichts zu bemerken. Maries Irritation nimmt zu. Die Geschichte endet offen: als sie im Keller wohnt, hat sich ihr Blick geändert. Sie verlässt die Wohnung.

Ilse Aichinger führt als Erzählerin durch diese Geschichte, in der sie ihre autobiografische Erfahrung als verfolgte Jüdin zeitlos erfahrbar gemacht hat. Im Bewusstsein des Abschiedes zu leben und dabei die Hoffnung nicht aus dem Blick zu lassen - das ist Ilse Aichingers Blick auf die Wirklichkeit. Er zeigt sich auch in dem von ihr in den 60er/70er Jahren gedrehten Super-8-Filmen. Wie „Blitzlichter der Erinnerung“ dringen sie in die Filmerzählung der sinkenden Wohnung ein. Dokumentarisches und Fiktion durchdringen einander. Ilse Aichingers Kosmos wird sinnlich erfahrbar.